Das Häschenparadies


Wie viele Tiere habe ich zur Zucht?
 
 
"Klein aber fein" ist mein Motto.
Ich züchte mit ca. 20-25 Tieren, das heißt sie werden bei mir immer nur eine begrenze Anzahl an Nachwuchs finden. Dies ist ein sehr anspruchsvolles, zeit- und kostenintensives Hobby. Viele Züchter haben über 100 Tiere in den Stallungen. Ich habe mich extra für weniger Tiere entschieden, damit ich sie optimal versorgen kann. Die Schutzgebühren die ich für meine Tiere nehme, kommt alles dem Wohle der Tiere zugute. Die Ausgaben sind weitaus höher als dies, was ich durch die Schutzgebühren wiederbekomme. Die größte Ausgabe ist der Tierarzt. Durch regelmäßiges Impfen und korrektes Behandeln von ggf. auftretenden Krankheiten kommt man schon mal locker über 500 € Tierarztkosten im Jahr. Aber damit ist es ja noch nicht getan, die Tierchen wollen artgerechte Ernährung und Haltung, usw. Auch die tägliche Zuneigung, die Zeit zum ausmisten kostet zwar kein Geld aber dafür eine Menge Zeit! Dass jedes Kaninchen die nötige Fürsorge bekommt, ist für mich selbstverständlich. Da ich nicht alle Jungen behalten kann, gebe ich ein paar Jung- und Alttiere an liebevolle Kuschelhände oder verantwortungsbewusste Züchter ab. Alle meine Tiere sind ganzjährige Außenhaltung sowie Kinder und Katzen gewöhnt.

Da ich dies in letzter Zeit öfters gehört habe: Für alle, die meinen ich "verdiene" an den Tieren, die liegen deutlich daneben!!!

 

 

Die folgenden Tipps habe ich von Freunden übernommen und kann denen nur beipflichten.

 

 

 

 

Die optimale Kaninchen - WG

 

Da die Haltung eines einzelnen Tieres nicht artgerecht ist, sollten mindestens Zwei Tiere zusammen gehalten werden.

   Geben Sie ihrem kleinen Rudeltier bitte einen Artgenossen !    

 

Wer mit wem ?

 

Häsin und kastrierter Rammler

   Diese Kombination ist sehr erfolgreich. Kastrierte Kaninchenmänner sind überaus friedlich.

Für Kaninchenneulinge ist eine Häsin und ein kastrierter Rammler sehr zu empfehlen.

Die Zwei werden schnell ein unzertrennliches Paar.

 

Häsin und Häsin

Bei diesem Duo kommt es sehr auf den Charakter jedes einzelnen Tieres an.

Zwei Häsinnen aus dem selben Wurf empfiehlt sich, da die Tiere schon aneinander gewöhnt sind.

Richtig vergesellschaftete junge Häsinnen können, wenn ihnen ein Käfig mit ausreichender Grösse

 zur Verfügung gestellt wird, eine sehr soziale kleine Gruppe mit klaren Rangordnungen bilden.

Sollten sich die Häsinnen mal nicht riechen können funktioniert es 

 wieder besser mit einem kastrierten Rammler in ihrer Mitte.

 

Rammler und Rammler

Zwei oder mehrere Rammler vertragen sich ohne Probleme.

Allerdings nur wenn Sie Kastriert sind!

Meist bilden sich richtige "Männerfreundschaften".

Bitte versuchen Sie nicht zwei unkastrierte Rammler zusammen zubringen.

 Sie würden sich bis zum Tod bekämpfen.

Eine Kastration kann zwischen 20 und 50 Euro kosten (je nach Tierarzt und Region).

 

Kaninchen und Meerschweinchen

Wenn Sie sich für Kaninchen und Meerschweinchen entscheiden sollten Sie bedenken,

dass sich diese Tiere in den Bedürfnissen, der Körpersprache und

dem Sozialverhalten unterscheiden.

 Sie können Meerschweinchen und Kaninchen ohne weiteres zusammen halten

wenn jedes Tier je einen Artgenossen hat.

 

 

Richtig vergesellschaften !

 

Das "neue" Tier auf gar keinen Fall einfach in den Käfig zu dem Vorhandenen Kaninchen setzen!

Es würde "Mord und Todschlag" geben.

 

Hierfür gibt es eine einfache Erklärung:

Für jedes Kaninchen ist der eigene Käfig oder Stall, das Revier, dass es zu verteidigen gilt.

So hat sich Ihr Kaninchen nur vor einem Eindringling geschützt.

Am leichtesten ist es zwei fremde Kaninchen in einem neutralen Zimmer zusammen zubringen.

Gestalten Sie es mit mindestens zwei Häuschen, mehreren Futter-, Heu- und Wasserstellen.

Setzen Sie die Tiere zeitgleich ins Zimmer. So kann jeder die neue Umgebung erkunden.

Sehr schnell wittern sich die Zwei jedoch und werden versuchen die Rangordnung festzulegen.

Dabei wird sich normalerweise gegenseitig gerammelt, gejagt und Fell ausgerupft.

Sollten sich die Tiere aber ineinander verbeißen, müssen Sie einschreiten und die Zwei trennen.

Sobald die Kaninchen gemeinsam fressen oder sogar miteinander kuscheln,

ist die Vergesellschaftung geglückt.

Jetzt können Sie ruhigen Gewissens ihre Kaninchen in einen gemeinsamen "neuen" Käfig setzen.

 

 

 

 

Wie kann ich mein Kaninchen vor Infektionskrankheiten schützen?

Es gibt zwei gefährliche Infektionskrankheiten, an denen ein Kaninchen erkranken kann. Zum einen die Myxomatose, die vor allem im Sommer über die Stechmücken übertragen wird, und zum anderen die RHD (Rabbit Haemorrhagic Disease), die im Volksmund auch als Chinaseuche bekannt ist. Beide Krankheiten können im Endstadium zum Tod des Kaninchens führen. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie ihren kleinen Schützling regelmäßig gegen diese Erkrankungen impfen lassen.

Die Impfwirkung gegen Myxomatose ist leider nur auf ein halbes Jahr begrenzt. RHD hält dagegen für ein ganzes Jahr an. Wir empfehlen daher den Tierbesitzern, Ihre Kaninchen im Frühjahr, wenn es wärmer wird, impfen zu lassen. Sie kommen dann mit der Myxomatoseimpfung über den Sommer (die Infektionsgefahr ist hier besonders hoch).

Grundimmunisierung: ab 4-6. Lebenswoche möglich: Myxomatose, RHD
4 Wochen später: Myxomatose, RHD

oder in 10.lebenswoche Myxo+RHD(zweite dosis ist nicht notwendig)


fortlaufende Wiederholungsimpfungen: alle 6 Monate: Myxomatose
alle 12 Monate: RHD

Myxomatose wird durch einen Pockenvirus, den so genannten Leporipoxvirus myxomatosis, verursacht. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Ansteckung. In den meisten Fällen geschieht dies durch Mücken-, Läuse-, Floh- und Milbenstiche bzw. Bisse. Aber auch das Beschnuppern und gegenseitige Belecken der Tiere kann für eine Ansteckung ausreichen. Die ersten Symptome können Fieber, Abmagerung, aber auch ödematöse bis feste Schwellungen am Kopf, meistens an den Augen, sein. Der weitere Krankheitsverlauf teilt sich einmal in den „akuten Krankheitsverlauf“ und in den „chronischen Krankheitsverlauf“ auf. Akuter Krankheitsverlauf: In ca. 2-10 Tagen erfolgt der Tod nach Pneumonie (Lungenentzündung), durch Entkräftung auf Grund der Futterverweigerung oder auch durch Ersticken. Die Kaninchen können aber auch durch Sekundärinfektionen sterben, so dass in den meisten Fällen zu einer Euthanasie geraten wird. Chronischer Krankheitsverlauf: Er kommt sehr selten vor. Es treten vermehrt knotige Haut- und Unterhautverdickungen an Kopf und Beine auf. Eine Heilung kommt hier nur langsam bis gar nicht voran.

Die RHD ist seit etwa 1988 in  bekannt. Mit den Caliciviren kann sich nur ein Kaninchen entweder direkt bei einem erkrankten Tier oder indirekt über die Luft (Tröpfcheninfektion), den Menschen (Kleidung, Hände, Schuhe), über Futter, Einstreu und Insekten infizieren. Die Inkubationszeit beträgt 1-5 Tage. Die Symptome der RHD sind Inappetenz, Mattigkeit, Durchfall, Fieber, unkontrollierte Bewegungen, sowie Blutungen aus den Körperöffnungen. In der Regel stirbt das Tier 1-3 Tage nach Auftreten der ersten Symptome. Auch hier ist die Impfung die wichtigste Prophylaxe, da eine Heilung nicht möglich ist. Die Sterblichkeitsrate liegt bei nahezu 100%. Bei Temperaturen von +25 Grad ist das Virus über einen Zeitraum von dreieinhalb Monaten und bei Temperaturen von +4 Grad sogar siebeneinhalb Monate lebensfähig und infektiös.

Pasteurellen und Bordetellen sind die wichtigsten bakteriellen Erreger beim Kaninchenschnupfen. Schnupfen kann bei Kaninchen aller Altersklassen und Haltungsformen auftreten. Neben klinisch erkrankten Tieren sind die latent infizierten Kaninchen ein besonderes Problem. Bei diesen Tieren erfolgt die Infektion mit den Schnupfenerregern bereits als Nestjunge während der Säugezeit. Eine weitere Ansteckungsgefahr ist, wie bei RHD, die Tröpfcheninfektion. Daher ist die Impfung gegen Kaninchenschnupfen vor allem als Bestandsimpfung in Zuchten zu empfehlen. Vermehrtes Auftreten dieser Krankheit ist im Winter. Die Symptome sind wässriger Nasenausfluss, Verklebung und Verkrustung der Nase und der Augen. Der Tod tritt nach 2-8 Tagen ein, jedoch ist hier eine Behandlung möglich, wenn die Symptome rechtzeitig erkannt werden.

Grundimmunisierung: 2x im Abstand von 14 Tagen: Kaninchenschnupfen
mind. halbjährliche Wiederholungsimpfungen: Kaninchenschnupfen
Jungtiere ab einem Alter von 4 Wochen möglich

Kokzidien sind winzige Parasiten mit einem komplizierten Entwicklungszyklus. Kokzidiose ist die häufigste Parasitose des Kaninchens. Es gibt 9 Kokzidienarten (Endoparasieten). Die Ansteckung erfolgt durch Aufnahme aus verschmutztem Futter/Gefässe, Einstreu oder von anderen Kaninchen. Erwachsende Tiere können monatelang Ausscheider davon sein. Die Entwicklungsdauer der Kokzidien im Kaninchen beträgt 9-12 Tage. Der Ausbruch einer solchen Erkrankung ist abhängig von der Stärke des Befalls, der Stärke der Immunabwehr des einzelnen Tieres und der Sekundärinfektionen. Die Symptome sind Verstopfungen, ein aufgeblähter Bauch, Appetitlosigkeit, Mattheit oder Durchfall. Man kann hier mit regelmäßiger Reinigung der Ställe vorbeugend tätig werden. Bei akuten Durchfällen ist die Todesrate, besonders bei Jungtieren, ziemlich hoch. Eine Behandlung durch den Tierarzt mit Antibiotika ist jedoch möglich, wenn die Symptome rechtzeitig erkannt werden. Man kann auch Futter mit Kokzidiostatikum verabreichen.

Die Temperatur des Kaninchens sollte zwischen 38,5- 40,0 Grad Celsius betragen.

 

 

ERNÄHRUNG-KRÄUTER

 

Kaninchen nehmen ausschließlich pflanzliche Nahrung zu sich und sind Dauerfresser. Sie sollten immer etwas zu "mümmeln" haben, da lange Nüchternphasen und zu wenig strukturierte Rohfaser zu Verdauungsstörungen führen. Heu muß ständig zur Verfügung stehen. Die Urinfarbe kann nach dem Frischfutterverzehr rötlich werden.

Wir füttern für die Gesundheit und das Immunsystem unserer Kaninchen "Ovator Kräuterkanin" (in Pelletsform) gemischt mit "Onovo Basic" (in Pelletsform) und Nösenberger Strukturmüsli.
Das Futter enthält viele gesunde Kräuter, Probiotikum und Rohfaser als Grundfutter neben Gemüse, Obst sowie viel Heu.

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